Solarthermie

Wärme aus der Sonne

In Meßkirch und Umgebung

Warmwasser aus der Sonne – kostenlos, klimafreundlich und das ganze Jahr verfügbar. Eine Solarthermieanlage wandelt Sonnenlicht direkt in Wärme um und versorgt Ihren Haushalt mit kostenlosem Warmwasser sowie einer spürbaren Entlastung Ihrer Heizungsanlage. Die Droxner GmbH aus Meßkirch plant, installiert und wartet Solarthermieanlagen im Landkreis Sigmaringen und der Region Oberschwaben – für Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und gewerbliche Objekte.
Von der Auswahl des geeigneten Kollektors und der optimalen Integration in Ihr bestehendes Heizsystem bis hin zur Beantragung der BEG-Förderbeantragung: Wir begleiten Sie durch den gesamten Prozess. Als Fachbetrieb für Heizung und Solar können wir Solarthermie direkt mit Ihrer Wärmepumpe, Pelletheizung oder Brennwertanlage kombinieren – sauber aufeinander abgestimmt, alles aus einer Hand.

Was leistet eine Solarthermieanlage?

Eine Solarthermieanlage besteht aus Solarkollektoren auf dem Dach, einem Wärmetauscher und einem Warmwasserspeicher. Die Kollektoren erwärmen eine Solarflüssigkeit (Wasser-Glykol-Gemisch), die ihre Wärme über den Tauscher an den Trinkwasserspeicher oder Pufferspeicher abgibt.

Die wichtigsten Regelungen im Überblick:

Was das im Alltag bedeutet: Von Mai bis September deckt die Solarthermieanlage den Warmwasserbedarf fast vollständig, die Heizung bleibt aus, der Brennstoffverbrauch sinkt auf null. In den Übergangsmonaten (April, Oktober) übernimmt die Anlage einen großen Teil der Erwärmung, die Heizung ergänzt nur noch. Im Winter läuft die Hauptheizung, aber auch hier kann die Solarthermie die Kaltwasserzulauftemperatur vorwärmen und so die Heizlast reduzieren.

Flachkollektor oder Vakuumröhrenkollektor?
Die richtige Wahl für Ihr Dach

Die Wahl des Kollektortyps ist eine der wichtigsten Entscheidungen bei der Planung einer Solarthermieanlage. Wir setzen beide Technologien ein und beraten Sie zur optimalen Wahl für Ihre Situation.
Ein Flachkollektor besteht aus einem flachen, rahmenlosen oder gerahmten Absorber unter einem Solarglas-Abdeckung, eingebettet in eine gut wärmegedämmte Kassette.
Stärken des Flachkollektors:
  • Günstigere Anschaffungskosten – 10–20 % unter Röhrenkollektoren gleicher Fläche
  • Sehr robuste und langlebige Technologie – Lebensdauer 20–25 Jahre
  • Hervorragender Wirkungsgrad bei direkter, intensiver Sonneneinstrahlung (Sommer, Mittag)
  • Flaches, unauffälliges Erscheinungsbild – ideal für denkmalgeschützte Gebäude oder ästhetisch anspruchsvolle Dächer
  • Einfache Integration als Indachkollektor (ersetzt Dachziegel)
  • Ideal für reine Warmwasserbereitung und moderate Heizungsunterstützung
  • Schwächen:
  • Geringerer Ertrag bei diffusem Licht, niedrigen Temperaturen und ungünstiger Dachlage
  • Für intensive Heizungsunterstützung bei begrenzter Dachfläche weniger effizient
Ein Vakuumröhrenkollektor besteht aus einzelnen, doppelwandigen Glasröhren, zwischen denen ein Vakuum herrscht. Das Vakuum wirkt als perfekte Wärmedämmung und verhindert Wärmeverluste auch bei kalten Außentemperaturen.
Stärken des Vakuumröhrenkollektors:
  • Höherer Jahresertrag – besonders bei diffusem Licht, niedrigen Temperaturen, Frühjahr und Herbst
  • Effizienter bei ungünstigen Dachneigungen (auch Fassaden oder Flachdach möglich)
  • Geringerer Flächenbedarf bei gleicher Leistung – ideal bei begrenzter Dachfläche
  • Besonders geeignet für Heizungsunterstützung, da auch im Winter noch nennenswert Energie gewonnen wird
  • Modulares System – einzelne Röhren können bei Defekt einfach getauscht werden
Schwächen:
  • Höhere Anschaffungskosten
  • Etwas aufwendigere Optik auf dem Dach
  • Höhere Temperaturen im Sommer können zu Stagnation führen (muss planerisch berücksichtigt werden)

Systemvarianten: Welche Solarthermieanlage passt zu Ihrem Haus?

Je nach Gebäude, Haushaltsgröße und Ziel gibt es verschiedene Systemansätze, die wir individuell planen und umsetzen:

Kompakt-Warmwassersystem
(2–4 Personen)

Das Einstiegssystem für Einfamilienhäuser. 4–6 m² Kollektorfläche und ein 200–300 l Warmwasserspeicher decken im Jahresschnitt 50–60 % des Warmwasserbedarfs eines 4-Personen-Haushalts.

Kombisystem: Warmwasser + Heizungsunterstützung

Das wirtschaftlich stärkste System für größere Häuser mit hohem Warmwasser- und Heizungsbedarf. 8–20 m² Kollektorfläche und ein Pufferspeicher von 500–1.500 l versorgen sowohl die Warmwasserbereitung als auch die Heizflächen.

Solare Nahwärme (Mehrfamilienhäuser & Gewerbe)

Für Gebäude mit mehreren Wohneinheiten oder höherem Wärmebedarf planen wir größere Kollektorflächen (20–100 m²) mit entsprechend dimensionierten Pufferspeichern. Diese Systeme amortisieren sich schneller, da der Warmwasserbedarf kontinuierlich hoch ist.

Solarthermie in bestehende Heizsysteme integrieren

Ein großer Vorteil der Solarthermie: Sie lässt sich mit nahezu jedem vorhandenen Heizsystem kombinieren. Die Einbindung ist hydraulisch elegant und erfordert keinen Austausch der Hauptheizung.

Solarthermie + Wärmepumpe:

Die ideale Kombination für GEG-konforme Systeme. Die Solarthermie speist Wärme in den Pufferspeicher ein und reduziert die Betriebsstunden der Wärmepumpe, was deren Lebensdauer erhöht und die Effizienz steigert. In sonnenreichen Perioden schaltet die Wärmepumpe komplett ab.

Solarthermie + Pelletheizung / Biomasse:

Die klassische Kombination für klimaneutrales Heizen das ganze Jahr. Im Sommer übernimmt die Sonne die Warmwasserversorgung vollständig, der Pelletkessel bleibt aus und schont den Vorrat. Im Winter ergänzen sich beide Systeme optimal.

Solarthermie + Brennwertkessel (Gas oder Öl):

Auch im Bestand ist die Nachrüstung einfach möglich. Der Solarspeicher wird vorgeschaltet – das Wasser, das in den Brennwertkessel gelangt, ist bereits vorgewärmt, was den Gasverbrauch messbar senkt.

Eine häufige Frage, die wir gerne transparent beantworten:
  • Frost: Die Solarflüssigkeit (Propylenglykol-Wasser-Gemisch) ist bis ca. −28 °C frostsicher – kein Risiko für eingefrorene Leitungen, auch im Winter.
  • Stagnation im Hochsommer: Wenn der Speicher voll ist und keine Energie mehr aufgenommen werden kann, hört die Pumpe auf zu laufen. Die Flüssigkeit im Kollektor erhitzt sich dann stark, das ist technisch unkritisch, wenn die Anlage korrekt ausgelegt ist. Wir planen das von Anfang an mit ein.
  • Leistung im Winter: Im Dezember und Januar ist die Solarausbeute gering, das System arbeitet, liefert aber nur einen kleinen Beitrag. Die Hauptheizung übernimmt in dieser Zeit vollständig. Das ist so gewollt: Eine Anlage, die auf den Winter ausgelegt wäre, wäre im Sommer hoffnungslos überdimensioniert.

Kosten & Wirtschaftlichkeit der Solarthermie

Typische Investitionskosten (netto, Stand 2025):
SystemKollektorflächeInvestition (netto)
Kompakt-Warmwasser (2–3 Personen)4–5 m²ca. 4.000–6.500 €
Kompakt-Warmwasser (4 Personen)5–7 m²ca. 5.500–8.000 €
Kombisystem Warmwasser + Heizung (klein)8–12 m²ca. 8.000–12.000 €
Kombisystem Warmwasser + Heizung (groß)12–20 m²ca. 11.000–18.000 €
Mehrfamilienhaus / Gewerbeab 20 m²auf Anfrage

Amortisationsbeispiel – Kombisystem 10 m²:

  • Jährliche Einsparung Warmwasser: ca. 400–500 € (Gas-Ersatz)
  • Zusätzliche Heizenergieeinsparung: ca. 200–300 €
  • Gesamtersparnis: ca. 600–800 € / Jahr
  • Investition nach BEG-Förderung (35 %): ca. 6.500–9.750 €
  • Amortisation: ca. 10–14 Jahre – danach 10+ Jahre kostenlose Solarwärme
Alle Werte sind Richtwerte. Individuelle Berechnung für Ihr Gebäude und Ihre Verbrauchssituation erhalten Sie kostenlos von uns.

Förderung Solarthermie 2025: BEG und mehr

Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) über das BAFA:
Solarthermieanlagen sind als Einzelmaßnahme förderfähig. Die Basisförderung beträgt 25 % der förderfähigen Kosten, die sich durch Boni erhöhen lässt:
FörderkomponenteHöheVoraussetzung
Grundförderung25 %Anlage erfüllt technische Mindestanforderungen
Effizienzbonus+5 %Kombination mit bestimmten effizienten Systemen
Einkommensbonus+30 %Haushaltseinkommen unter 40.000 € / Jahr
Maximal erreichbar35 % (bzw. 60 % mit Einkommensbonus)

Wichtig

Der Förderantrag muss vor Auftragserteilung beim BAFA gestellt werden. Wir übernehmen das vollständig für Sie.

Steuerliche Absetzbarkeit:

Handwerkerleistungen (Lohnanteil) können mit 20 % direkt von der Steuerschuld abgezogen werden – max. 1.200 € pro Jahr. Kombinierbar mit der BEG-Förderung (für unterschiedliche Kostenbestandteile).

KfW-Kredit 270 (Erneuerbare Energien):

Für den nicht geförderten Eigenanteil steht ein zinsgünstiger KfW-Kredit zur Verfügung – besonders attraktiv bei Kombiprojekten (z. B. Solarthermie + Wärmepumpe).

Weitere
Solartechnologien

Häufig gestellte Fragen zur Solarthermie (FAQ)

Wie viel Warmwasser kann ich mit Solarthermie abdecken?

Eine für 4 Personen ausgelegte Kompaktanlage deckt im Jahresdurchschnitt 50–65 % des Warmwasserbedarfs solar. Im Sommer (Mai–August) nahezu 100 %, im Winter ergänzt die Hauptheizung.
Ja – die Kombination ist besonders sinnvoll. Die Solarthermie entlastet die Wärmepumpe in den warmen Monaten vollständig, verlängert ihre Lebensdauer und verbessert die Jahresarbeitszahl. Außerdem sind beide Systeme separat über das BEG förderfähig.
Ja, in aller Regel problemlos. Wir prüfen Ihren vorhandenen Speicher und die Hydraulik. In den meisten Fällen reicht ein Solarmodul-Speicher oder ein Pufferspeicher, der vorgeschaltet wird.
Ja, aber mit deutlich reduzierter Leistung. Vakuumröhrenkollektoren arbeiten bei diffusem Licht effizienter als Flachkollektoren. Im Jahresschnitt wird der Ertrag durch Sonnenscheindauer und Einstrahlungsintensität bestimmt. Beide Werte sind in der Region Meßkirch / Sigmaringen im bundesweiten Vergleich gut.
Ja, eine jährliche Inspektion ist empfehlenswert: Druckprüfung, Kontrolle der Solarflüssigkeit und der Regelungsparameter. Wir bieten Wartungsverträge mit fester Jahrespauschale an.
Hochwertige Flachkollektoren und Röhrenkollektoren sind für 20–25 Jahre ausgelegt. Die Pumpengruppe und Regelung werden nach 15–20 Jahren erneuert. Die Lebensdauer ist damit vergleichbar mit einer Heizungsanlage.
Eine jährliche Wartung kostet typischerweise 120–250 € je nach Systemgröße und Aufwand. Im Wartungsvertrag erhalten Sie Planbarkeit und Priorität bei Störungen.
In der Regel nein. Solarkollektoren auf Wohngebäuden sind in Baden-Württemberg genehmigungsfrei, außer bei Denkmälern oder in Gebieten mit besonderer Dachgestaltungssatzung. Wir klären das vorab für Sie.